Maria Voskania – Magie


Nach ihrer Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ präsentiert Maria Voskania ihr neues Album „Magie“. Ansgar hat für Schwedenschlager.de reingehört und eine ausführliche Rezension zum Album geschrieben.

Bereits im letzten Jahr befassten wir uns mit Maria Voskania und ihrem zweiten Schlageralbum „Perlen und Gold“. Doch in der Zwischenzeit hat sich bei der sympathischen Armenierin viel getan. Eine erneute Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ beendete sie als Drittplatzierte. Damit verbunden: ein Wechsel vom kleinen Schlagerlabel Telamo zum großen Player Universal. Und schließlich der Wechsel ins Management von Helene Fischers Entdecker und Manager Uwe Kanthak.

Maria Voskania: mit „Magie“ im Anlauf auf die Charts

Vor diesem Hintergrund kann Maria nun hoffen, endlich den großen Durchbruch zu schaffen und legte bereits das Engagement als Backgroundsängerin von Helene Fischer vorerst auf Eis, um sich noch besser auf die eigene Karriere konzentrieren zu können. Heute erscheint nun das erste Album unter den neuen Vorzeichen. Mal hören, ob sich die Veränderungen hinter den Kulissen auch musikalisch bemerkbar machen. Ich bin sehr gespannt.

Albumcover Maria Voskania auf pinkem Hintergrund
Nach ihrer Teilnahme bei DSDS präsentiert Maria Voskania ihr neues Album „Magie“

Ich seh nur dich *****

Die zweite Vorabsingle sorgte bereits im Vorfeld des Albums ein wenig für Furore. Denn hinter dem Titel steht keine Geringere als Maite Kelly. Fett produziert, aber wie bereits bei Maites eigenem Hit „Sieben Leben für dich“ sind Strophen und Bridge überdurchschnittlich gut, während die absteigende Refrainmelodie eher weniger überzeugt. Punktabzug.

Magie *****

Der DSDS-Finalsong und gleichzeitig die erste Vorabsingle zum gleichnamigen Album brachte ihr mit Platz 53 den bislang größten Erfolg in den deutschen Single-Charts ein. Der Popschlager ist ein echter Grower. Mehrmaliges Hören schadet nicht. Bemerkenswert auch, dass Strophe und Refrain in unterschiedlichen Tonarten gesungen werden. Und auf der Bühne wunderbar inszeniert durch Ex-Helene-Fischer-Tänzer Cale Kalay.

Unendlich frei *****

Zur Abwechslung ein bisschen Retro-Sound. Soul-Pop mit Sixties-Vibes. Neuanfang, Lebensfreude und Selbstbestimmung sind das zentrale Thema dieses musikalischen Vortrags, was authentisch rüberkommt. Gefällt.

Küss mich *****

Diese langsame Nummer schmeichelt ihrer glasklaren Stimme in besonderem Maße. Eine Pop-Ballade aus dem Bilderbuch. Erinnerungen an frühe Yvonne Catterfeld Hits werden wach. Aber Dieter Bohlen steckt nicht dahinter, sondern u.a. Flo Peil der Karnevalsband Kasalla.

4 Flügel 2 Herzen *****

Und nun zum Wachwerden gibt’s wieder ordentlich Tempo. Melancho-Dance-Schlager der Extraklasse. Hervorragend produziert. Spannende Melodieführung in Moll. Textlich eine Neuinterpretation von Klaus Lages „1000 Mal berührt“. Mein bisheriges Albumhighlight.

Maria Voskania Sängerin in gelbem Kleid am Strand
Nach ihrer Teilnahme bei DSDS präsentiert Maria Voskania ihr neues Album „Magie“

Es lebe das Leben *****

Tanzbarer Sommersong mit einigen „echten“ Instrumenten. Ein markantes Instrumentalthema begleitet den Song von Anfang an. In der Strophe gespielt vom Klavier, im Refrain vom Akkordeon. Textpassagen auf Französisch à la „Bonjour la vie“ und „Adieu Melancholie“ unterstreichen das französische, lebensbejahende Flair. Ansonsten sehr viel „ohohoho“.

Freier Fall *****

Was für eine geniale Idee, aus dem Instrumental von Santa Esmeraldas „Don’t Let Me be Misunderstood“ einen Refrain zu basteln. Ein perfekt in den Mittelmeer-Schlager integriertes Sample. Warum war das nicht die Vorabsingle? Das muss ausgekoppelt werden!

Einmal zu oft *****

Einfach ein perfekter Popschlager. Moderne Soundeffekte und eine mit dem Backgroundchor perfekt harmonierende Maria machen den Song zu einem weiteren Highilght des Albums.

Sternenklar *****

Beats am Puls der Zeit, in der Bridge sogar ein bisschen Dubstep ‚light‘ (wie bei „Ich seh nur dich“ und bei Helene Fischers „Nur mit dir“ auch). Der zweite Teil des Refrains gefällt mir besonders. Und der Text dank Tobias Reitz auch high-class!

Hiergefühl *****

Statt Hiergefühl bei mir eher Samba-Gefühl. Und das Gefühl, als wäre dieser Sommersong auch bei Helene Fischer mal auf dem Tisch gewesen. Ein Lied zum Hüftenkreisen.

Wahre Liebe *****

Das ist nun der erste „richtige“ Schlager, wenn man so will. Teilweise aus niederländischer Feder. Perfekt für den Discofox-Fernsehgarten. Assoziationen zu Wolkenfrei werden geweckt.

Halbes Herz *****

„…schlägt niemals ganz“. Ach was. Lukas Loules (ex Hilbert) sollte sich besser nur aufs Komponieren beschränken. Hier ist er für Text und Musik verantwortlich. Interessant übrigens, wie häufig man ihn mittlerweile wieder in den Urheberangaben von Schlagerproduktionen wiederfindet. Hat er sich doch damals für seine Arbeit mit Vicky Leandros geschämt. Was ich nie verstanden habe, denn er ist eine Bereicherung für Schlagerproduktionen wie diese. Satt produzierter Popschlager, allerdings ohne das gewisse Etwas. Der Refrain nimmt mich nicht mit.

Frei wie du *****

Sehr ähnlich dem Lied davor, was wohl am selben Urheber liegt. Intro und Strophen minimal gefälliger. Aber auch hier bleibt der Schwachpunkt Refrain.

Tag für Tag *****

In 9 von 10 Fällen endet ein Album mit einer Ballade. Hier (…) auch. Erinnert auch wieder ein bisschen an Yvonne Catterfeld. Aber an die neue Catterfeld. Keine Bombast-Ballade, eher MTV unplugged. Naja.

Maria Voskania Sängerin auf pinkem Hintergrund
Nach ihrer Teilnahme bei DSDS präsentiert Maria Voskania ihr neues Album „Magie“

Gesamtfazit zu Maria Voskania – Magie *****

Ich bin begeistert. Der Wechsel der Plattenfirma hat sich bezahlt gemacht. Man merkt dem Album an, dass Geld in die Hand genommen wurde. Im Gegensatz zum Vorgänger, wurden nicht alle Songs vom gleichen Team geschrieben, sondern es waren diverse Komponisten und Produzenten mit im Spiel, was dem Sound sehr zu Gute kommt. Man könnte sogar vermuten, dass der ein oder andere Song eigentlich für das aktuelle Helene Fischer Album gedacht war. Die Arrangements klingen genauso modern, die Melodien abwechslungsreich, die Texte nicht so abgedroschen wie bei Vanessa Mai. Hinzukommt die klare, sehr angenehme und weiche, aber gleichzeitig kraftvolle Stimme von Maria. Da macht fast jeder Song Spaß beim Zuhören. Einziger Wehmutstropfen: Kein einziger Song mit Keychange!

Mein absolutes Highlight: „4 Flügel 2 Herzen“. Weitere Anspieltipps sind auf jeden Fall „Freier Fall“, „Einmal zu oft“, „Sternenklar“. Schade, dass keins davon als deutscher ESC-Beitrag 2018 in Frage kommt, denn die Veröffentlichungs-Deadline ist der 1.9. und somit das Album sechs Tage zu früh dran. Maria wäre sicher eine mehr als geeignete Kandidatin für Lissabon 2018.

Text: Ansgar Kuhn für Schwedenschlager.de
Fotos: Anelia Janeva für Universal Music
Album erscheint bei: Universal Music

Categories: Deutschpop,New Release,Review

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