Anna Maria Zimmermann – himmelbLAu


himmelbLAu – so heißt das neue Album von Schlagerprinzessin Anna Maria Zimmermann, welches seit letzten Freitag in den Läden steht. Auf ihm finden sich neben der aktuellen Single „Himmelblaue Augen“ auch noch weitere potentielle Hits. 

In L.A. hat sich die sympathische Sängerin zu neuen Songs inspirieren lassen. Sommer, Sonne, Strand – man hört beim Album auf jeden Fall die gute Laune und positive Stimmung von Anna Maria Zimmermann. Poppig ist es, dass neue Album „HimmelbLAu“. Wir haben uns die Songs der Reihe nach angehört und beschreiben Sie euch hier ausführlich.

himmelbLAu – die Rezension zum neuen Album von Anna Maria Zimmermann

Anna Maria Zimmermann sitzt am Straßenrand und lacht, im Hintergrund stehen Palmen
Anna Maria Zimmermann – himmelbLAu / PRESSEBILDER: © Mewes Produktions GmbH/ Frank Fastner

Himmelblaue Augen *****

Das Himmelblaue Augen die erste Solo-Single des neuen Albums geworden ist, ist nun wirklich keine Überraschung. Der Song ist definitiv der stärkste Song des Albums. Himmelblaue Augen funktioniert auch außerhalb eines Oktoberfestzelts perfekt, macht gute Laune und lässt sich nach drei Minuten vollständig mitsingen. Kein Wunder also, dass die BILD-Redaktion der Titel zum „ersten Anwärter auf den Ballermann Song 2017“ gewählt hat. Ob das nun eine Auszeichnung ist, mit der man sich schmücken möchte, muss jeder Schlagersänger selbst entscheiden. Für eines sorgt der BILD-Hinweis aber auf alle Fälle: steigende Verkaufszahlen.

Was ist mit Liebe? *****

Ein moderner Uptempo-Song in typischer Anna Maria Zimmermann Art. Diese Art von Pop ist im deutschen Schlager eher selten. Der Song ist zackig, tanzbar, aber die Cher-liken Vocoder-Einflüsse hätten nicht sein müssen. Hat Helene das nicht auch gerade in irgendeinem Song verwendet? Macht Vocoder gerade Comeback?

Verheddert *****

Leicht französische Einflüsse und ein bisschen Super Mario Land-Musik, was für eine fantastische Mischung. Verheddert ist poppig, eingängig und macht Spaß. Definitiv ein Kandidat für eine Singleauskopplung.

Die einzig wahre Liebe *****

Es geht los: Wir hören „leichte“ Wolfgang Petry Einflüsse, was natürlich direkt für gute Laune sorgt und den Fuß zum Takt der Musik mitwippen lässt. Der Refrain ist eingängig, bleibt im Ohr, obwohl die Strophen wesentlich stärker sind. Yep, Song gefällt und der Finger geht direkt noch mal auf die Repeat-Taste, diesen Titel wollen wir noch einmal hören. „Die einzig wahre Liebe“ ist ebenfalls ein Kandidat für eine Singleauskopplung, vielleicht sogar noch ein bisschen radio-freundlicher als „Verheddert“.

Die Gefühle von letzter Nacht *****

Es geht um Liebe, Gefühle und eine heimliche Affäre, die die Sängerin nicht mehr mit einer anderen Frau teilen möchte. Es ist das alte Thema, verpackt in einem poppigen Uptempo-Song. Gefällt, aber nicht so stark wie der Vorgänger.

Brich mir mein Herz *****

Großartig! Die Strophen überzeugen und sorgen genau dafür, wofür sie gedacht sind: Sie bereiten uns langsam auf den Refrain vor. „Brich mir mein Herz, lieb‘ mich kaputt..“ haucht Anna Maria zärtlich ins Mikro. „Verbrenn‘ mir meine Träume, aber lass mich nicht allein“. Ich fühle mich leicht an „Kein Liebeslied“ von Ella Endlich erinnert – weswegen der Song definitiv fünf Sterne verdient hat.

Ich würd es wieder tun *****

Im ersten Moment dachte ich, ich hätte die Trill-Werbung aus den 90ern auf YouTube gestartet. Aber spätestens wenn die Strophe einsetzt, weiß man „Ok, hier war doch bestimmt auch Wolfgang Petry involviert oder?“.

Immer wenn die Sehnsucht erwacht *****

Der Titel hätte auch vom letzten Vanessa Mai Album stammen können. Poppig, modern, dancig – aber doch nicht stark genug um direkt im Ohr zu bleiben. „Wie ein Himmel ohne blau, wie ein Maler ohne Bild…“ Mmhh, ja ok, als nächster Titel kommt Tinte und der ist fantastisch.

Tinte *****

Tinte ist bereits vor „Himmelblaue Augen“ als Single im Duett mit Achim Petry erschienen. Die Albumversion ist ein wenig ruhiger gestaltet. Der Song funktioniert als Albumversion nur mit Anna Maria wunderbar, die Single-Version mit Achim Petry ist jedoch wesentlich stärker und gibt dem Song viel mehr Power. Weil wir ja auch jederzeit Zugriff auf die Single-Version haben, runden wir bei der Bewertung auf fünf Sterne auf (der Albumversion selbst geben wir aber nur vier Sterne).

Tu’s für dich *****

Ein Song, der Mut macht und das Selbstbewusstsein stärken soll. Die Brücke ist der stärkste Teil des Songs. Wurde das Zwischenstück von Cher ausgeliehen? Ich hab das Gefühl, dass der Komponist viel „Believe“ gehört hat.

Wo schläfst du heut Nacht *****

Huch! Sind wir in den 80ern gelandet? Ich höre „I’m so excited“ von den Pointer Sisters. So ab 1:40 wurde sich auch ein bisschen bei Blümchen bedient. Alles in den Mixer und wir kriegen einen flotten 80er-Pop-Song.

Niemand berührt mich wie du *****

Die erste Ballade auf dem Album. Ist ganz nett, bisschen Klingel-ing rein und man kann den Titel an Weihnachten wunderbar auskoppeln. Nach den ganzen Uptempo-Song für mich keine willkommene Abwechslung, ich hätte endlos weiterfeiern können. Aber wir merken, wir kommen langsam zum Ende des Albums. Vielleicht erfüllt die Ballade da ja doch ihren Zweck.

Mehr und mehr *****

Und noch eine Ballade. Typische Deutsch-Pop-Ballade, bisschen mehr Schmiss und Lametta als bei Niemand berührt mich wie du.

Zum Abschluss gibt es dann noch eine Fosco Party Remix von Himmelblaue Augen und obwohl ich bei Remixes immer sehr kritisch bin, muss ich zugeben: Das ist eine Party-Remix-Version, die durchaus gelungen ist. Mittlerweile läuft diese auch häufiger als die Original-Version.

Anna Maria Zimmermann – himmelbLAu / PRESSEBILDER: © Mewes Produktions GmbH/ Frank Fastner

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