Im ersten Teil unserer Reise durch die Veröffentlichungen dieser herausragenden schwedischen Band haben wir uns bereits dem Album „Happy Nation“ gewidmet. Im zweiten Teil geht es nun um den Nachfolger: The Bridge.

Ace of Base sind neben ABBA und Roxette DER schwedische Exportact schlechthin. Ihr Debütalbum „Happy Nation“ gilt als das bestverkaufteste Erstlingswerk aller Zeiten und mit ihren Nummer Eins-Hits „All that she wants“ und „The Sign“ verbinden Menschen auf jedem Kontinent dieser Erde Erinnerungen. Grund genug, dass wir uns auch einmal die nachfolgenden Alben genauer ansehen.

(c) Playground Music
(c) Playground Music

Als Singles ausgekoppelt wurden aus dem Album letztendlich nur drei Songs, was für damalige Verhältnisse sehr wenig ist. Aus „Happy Nation“ wurden immerhin sieben Singles veröffentlicht, jedoch muss man hier auch fairerweise erwähnen, dass „Happy Nation“ quasi zwei Alben sind und somit die Singles „The Sign“, „Don’t Turn Around“ und „Living in Danger“ alle von der später veröffentlichten U.S.-Version des Albums stammen.

Lucky Love
(Berggren / Steinberg)

Als erste Single des neuen Albums wurde der Reggae-Popsong „Lucky Love“ im Jahr 1995 veröffentlicht. In den USA erschien der Song sogar erst Anfang 1996. Interessant ist hierbei, dass „Lucky Love“ zwar von Jonas Berggren, aber ohne Ulf Ekberg geschrieben wurde. Für die musikalische Unterstützung holte sich Jonas Berggren den amerikanischen Songschreiber Billy Steinberg, der schon für Hits wie Madonnas „Like a virgin“ oder „Eternal Flame“ von den Bangles verantwortlich war. Produziert wurde der Song anschließend von Jonas Berggren, dem leider viel zu früh verstorbenen Denniz PoP und Max Martin, der heute unter anderem Song für Acts wie Britney Spears, Kelly Clarkson und Taylor Swift produziert. Kleiner Fun-Fact: „Lucky Love“ war Ace of Base die erste Nummer Eins in ihrem Heimatland Schweden. Die erfolgreichen Hits „All That She Wants“, „Happy Nation“ oder „The Sign“ hatten es in ihrer Heimat nicht an die Spitze der Charts geschafft.

Beautiful Life
(Berggren / Ballard)

„Beautiful Life“, in Deutschland die Nachfolgesingle zu „Lucky Love“, im Ausland teilweise sogar vor „Lucky Love“ veröffentlicht, war der erste Dance-Song, den Ace of Base als Single veröffentlichten. Erneut war Ulf Ekberg nicht nur in die Produktion nicht eingebunden, sondern auch beim Gesang waren nur Jonas, Jenny und Malin zu hören. Bei der Produktion unterstützten ebenfalls wieder, wie schon bei „Lucky Love“, Denniz PoP und Max Martin. Während „Beautiful Life“ in den USA und Kanada an die Spitze der Dance-Charts stieg, konnten sich die Hörer in Deutschland bei Veröffentlichung nur mäßig für den Song begeistern – „Beautiful Life“ stieg nur bis auf Platz 20 in die Media Control Charts ein, obwohl der Song heute einer der meistgespielten und meisterkannten Songs von Ace of Base ist. (Hinweis zum Video: Leider ist das Video in Deutschland durch die GEMA gesperrt. Leser mit einer ausländischen IP können dieses abrufen)

Never Gonna Say I’m Sorry
(Berggren)

„Never Gonna Say I’m Sorry“, ein Song der ins Ohr geht und Erinnerungen wach werden lässt. Woran? An „All That She Wants“. „NGSIS“ hat den typischen Ace of Base Reggae-Beat, mit dem Ace of Base berühmt wurden. Der Wiedererkennungseffekt ist auf jeden Fall da. Geholfen hat es nicht, der Song wurde zwar gespielt, aber nicht so sehr gekauft. Weltwelt war „NGSIS“ eher einer der schlechtverkauftesten Singles der Band bis zu diesem Zeitpunkt. Im Video wird eher performt und nicht gesungen und Promotion gab es eher wenig. Alles Gründe warum der Song nicht so sehr in die Charts einstieg wie seine Vorgänger. Uns ist das egal, denn „Never Gonna Say I’m Sorry“ ist nach wie vor so eingängig wie vor 20 Jahren.

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(Text: (c) Schwedenschlager.de, Bilder: (c) Ace of Base | (c) Universal Music / Playground / AoB)

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